Schnelle Handlung und angemessene Konsequenzen nach einem Vergehen sind gefragt.
.Verwahrung/Jugendknast ist für junge Erwachsene kein Allerheilmittel und löst die Probleme nur bedingt, d. h. wenn die Bereitschaft zur persönlichen Veränderung vorhanden ist.
Wir müssen jedoch unterscheiden zwischen ausserordentlich renitenten Gesetzesbrecher und solchen, die durch eine Massnahme noch lernfähig sind.
Wer sich einsichtig zeigt, der soll viel gescheiter seine Strafe durch eine sinnstiftende Tätigkeit ausbügeln und sich mittels Vereinbarung für eine bestimmte Zeit zu verpflichten, sich um eine soziale- und berufliche Integration zu bemühen und an einem unterstützenden Setting teilzunehmen.
Wo möglich, brauchen junge Erwachsene Chancen!
Junge Erwachsene brauchen aufbauende Kritik!
Junge Erwachsene brauchen Sinn bildende Tagesstrukturen (Ausbildung Arbeit).
Junge Erwachsene brauchen gerechte Straffe für Ihre Verfehlungen.
Junge Erwachsene brauchen ein schnelles Straffverfahren mit anschliessenden Massnahmen.
Stadtrat Bern, EVP, 26. März 2010
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Das geltende Jugendstrafrecht genügt für ein sinnvolles Strafmass. Jugendliche zu verwahren bedeutet, dass unser Erziehungs- Bildungssystem versagt.
Grossrat Bern, SP, 25. März 2010
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Ein Mensch wird nicht grundlos gewalttätig!
Verwahrung von Jugendlchen ist bloss die bequemere Art, die bestehenden sozialen Probleme aus dem Weg zu räumen!
Anstatt darüber nachzudenken, ob und wie wir gewalttätige Jugendliche am besten von der Bildfläche verschwinden lassen können, sollten wir uns besser mit Präventiv-Massnahmen beschäftigen. So muss beispielsweise vermehrt dafür gesorgt werden, dass auch Jugendlichen aus den unteren sozialen Schichten eine attraktive Zukunftsperspektive geboten wird und somit auch sie die Möglichkeit auf eine Verbesserung ihres Lebensstandards haben. Das momentane Schulsystem bietet in meinen Augen keine Chancengleichheit, da Jugendliche mit schulischen Problemen heute noch viel zu wenig unterstützt werden. Die Folgen sind schlechte Noten, Motivationsverlust, sie verpassen den Anschluss und die Voraussetzungen auf eine Lehrstelle verschlechtern sich massiv. Frust, Desillusionierung und Aussichtslosigkeit machen aggressiv und können - als Reaktion - zu gewalttätigen Handlungen führen! Diesen Missständen tut eine Verwahrung gewalttätiger Jugendlichen aber ganz bestimmt keine Abhilfe!
GLP, 24. März 2010
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Was es vor allem braucht sind raschere Urteile. Es geht nicht an, dass Jugendliche ein Jahr nach dem Delikt immer noch nicht verurteilt sind.
Wer ein Delikt begeht, soll die Folgen spüren und zwar rasch. Sonst entsteht der Eindruck, es sei egal, ob man Wände versprayt, jemanden beraubt oder zusammenschlägt. Wichtig ist, dass die Justiz da rascher arbeitet.
SVP, 23. März 2010
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Gewalttätige Jugendliche sind eine ernstzunehmende Problematik, welche aber nicht neu ist. Auch zu meiner Jugendzeit gab es Gewalt und keiner wurde eingesperrt.
Ich finde es übertrieben wenn wir uns anmassen mit Verwahrung oder Gefängnis gegen Jugendgewalt anzugehen. Ein Jugendlicher oder eine Jugendliche ist nicht einfach gewalttätig. Es gilt die Ursache zu suchen und diese dem/der Jugendlichen aufzuzeigen.
Am besten wäre es, wenn es uns gelänge die Jugendlichen dazu zu befähigen, gar nicht Gewaltpotenzial aufzubauen. Es gibt genügend Möglichkeiten Agression und Gewalt abzubauen ohne gegen Mitmenschen zu reagieren.
Um dies zu erreichen muss es gelingen die Jugendlichen zu betreuen, dort wo dies nicht durch die Familie gemacht wird. Offene Jugendarbeit kann dazu beitragen und muss dringend in jeder Gemeinde der Schweiz angeboten werden.
Kantonsrat Kanton Solothurn, CVP, 2. Dezember 2009
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Wieso werden Täter besser geschützt als Opfer? Wieso will man Täter nicht zur Verantwortung ziehen? Wieso sollen Jugendliche nicht verwahrt werden? und wieso...
liest man ab dem Zeitpunkt, in welchem ein Täter verhaftet wurde nur noch vom armen Täter/in, was der selber für eine schlimme und schreckliche Kindheit hatte, was der doch für ein zu bemitleidender Mensch sei - all die öffentliche Blamage und Blossstellung, die Zensur des Namens, etc...
Und wo um alles in der Welt bleiben die Opfer? Das Opfer? Das junge Mädchen, der junge Mann? Das Mitgefühl und die aufbauenden Worte für Vater, Mutter, Bruder oder Schwester eines getöteten oder eines missbrauchten Menschen??
In was für einer Gesellschaft leben wir eigentlich??
und dann gibt es tatsächlich Leute, die behaupten es sei unmoralisch, unhaltbar, unehtisch, un-was-weiss-ich-nicht-was solche Menschen ihrer gerechten Bestrafung zuzuführen, die etwas ebenso oder sogar noch viel unmoralischeres, unhaltbareres, unethischeres, un-was-weiss-ich-nicht-was-erisches getan haben, und die Gesellschaft vor diesen Subjekten zu schützen!!
o tempora o mores... !
Adrian Zehnder, 14. November 2009
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Die Gesellschaft in der wir leben hat lieber 10 potentiell höchstgefährliche "Menschen" auf der Strasse als einen Unschuldigen im Gefängnis...
In der ganzen Verwahrungs- und Strafrechtsverschärfungsdiskussion geht es doch letztlich um die Wertung der bzw. Bewertung durch die Gesellschaft von bestimmtem nicht zu tolerierendem Verhalten einzelner Individuen.
Vor diesem Hintergrund ist es auch die Kritik an zahlreichen Richtern zu bewerten, die in vielen Fällen Strafen aussprechen, welche im unteren oder gar untersten Rahmen dessen liegen, was das StGB eigentlich bereits heute - ohne weitere Verschärfungen - ermöglichen würde.
Die Gesellschaft scheint entschieden zu haben, dass sie lieber eine bestimmte Zahl an nach wie vor kriminellen Menschen auf der Strasse haben will, als einen Unschuldigen vielleicht zu lange im Gefängnis zu lassen... oder überhaupt einzusperren...
Adrian Zehnder, 23. September 2009
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Verwahrungen stellen eine extreme Massnahme dar und sollten nur bei äusserst krassen Fällen in Betracht gezogen werden.
Es mag Einzelfälle geben, bei denen eine Verwahrung tatsächlich eine nötige Massnahme sein kann. Doch: Verwahrungen sollten nur dann erfolgen können, wenn sie von zwei unabhängigen Seiten angeordnet werden. Nur so kann ein solches Vorgehen legitimiert werden.
Julian Meier, 10. September 2009
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Jugendknast gibt es ja heute schon. Verwahrung bedeutet, dass man jede Hoffnung auf Besserung aufgegeben hat – das ist ethisch unhaltbar.
Natürlich gibt es Jugendliche, die von der Gesellschaft getrennt werden müssen, weil sie ein Risiko sind. Und es gibt auch Jugendliche, die die volle Härte des Gesetzes spüren müssen, um eine Entwicklung machen zu können.
Dafür gibt es geschlossene Heime und Jugendgefängnisse, die ja immer häufiger eingesetzt werden.
Aber Jugendliche, die nicht mehr beeinflussbar sind, das gibt es nicht. Bei Jugendlichen gibt es immer Hoffnung auf Besserung. Darum ist Verwahrung hier komplett fehl am Platz. Das ist eine Forderung, die nur von Leuten aufgestellt werden kann, die noch nie mit schwierigen Jungs gearbeitet haben.
Piraten, 2. September 2009
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Die therapeutischen Möglichkeiten sind nicht unendlich. Irgendwann ist der Köcher leergeschossen, dann gibt es keine andere Möglichkeit mehr
Parteilos, 19. August 2009
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